OTTV / 20.10.16
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In der Saison 15/16 gewinnt der TTC St. Gallen den Paul-Wild-Pokal: Hanspeter Studer, ehem. Clubpräsident, Michael Kubat, Spieler + Trainer, Thomas Addisson, amtierender Präsident (v.l.n.r.)

Jedes Jahr verleiht der OTTV einen Preis für die beste Clubleistung an der Mannschaftsmeisterschaft: den Paul-Wild-Pokal. Doch was hat es eigentlich mit dieser Ehrung auf sich? Und wer ist Paul Wild? Zeit für einen kleinen Blick in die Geschichte.


Vergangene Saison hat es der TTC St. Gallen geschafft: Mit 31 Punkten holte sich der Verein aus der Ostschweiz am meisten Zähler für die Gesamtwertung und gewinnt somit den Wanderpokal für die beste Clubleistung im OTTV. Auf den zweiten Rang hat es mit 29 Punkkten der Vorjahressieger, der TTC Zürich-Affoltern, geschafft, auf dem dritten Rang mit 24 Punkten liegt der TTC Wetzikon. Den Paul-Wild-Pokal zu gewinnen, ist kein leichtes Unterfangen.Im Reglement des OTTV ist festgelegt, wie die Punkte erzielt werden können: Für den Gruppensieg in der 1.-6. Liga gibt es 5 Punkte, für den zweiten Rang 3, für den dritten Rang noch einen Punkt. Einen Bonuspunkt gibt es für jeden Aufstieg, bei den Altersklassen gibt es für die gleiche Leistung eine leicht tiefere Wertung.

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Paul Wild ist noch heute mit Engagement an der Platte


Paul Wild – der aktive Senior
Doch wie kam es eigentlich zu diesem Preis? Paul Wild lacht. „Das war 1968, glaube ich, als der OTTV eine Auszeichnung für die beste Clubleistung einführen wollte und einen Gönner gesucht hatte“, sagt der heute 84-Jährige vom Tischtennisclub Meilen-Männedorf. „Ich habe mich dann gemeldet und das Sponsoring übernommen.“ Paul Wild ist eines der besten Beispiele dafür, dass Tischtennis ein Sport für das ganze Leben ist. Noch heute ist er aktiv beim TTC Meilen-Männedorf, spielt mit Lizenz und nimmt regelmässig an den Quartalsturnieren des Vereins teil. „Ich schätze die Kameradschaft und habe heute noch grosse Freude am Tischtennis“, sagt Paul. Sportlich hatte es der Tischtennisfan in seiner Karriere auf 13 Clubmeistertitel und eine C9-Klassierung gebracht. Nebst Titeln konnte er auch eine Weisheit aus seinem Sportlerleben gewinnen: „Zuerst muss man lernen, anständig zu verlieren, bevor man gut werden kann.“

 Anmerkung des Archivars (26.10.2016)
"Tatsächlich reicht der Pokal für die beste Clubleistung bis in die 60er-Jahre zurück", wie Claude Diethelm, Archivar des OTTV, anmerkt. "Doch damals war es noch nicht der Paul-Wild-Pokal, sondern der Bellevue-Pokal, gestiftet von Kondrd Leutenegger, der Verbindung zum Restaurant Bellevue in Arbon hatte." Dieser Pokal ging 1989/90 verschollen. Als neuer Stifter sprang 1990 Paul Wild ein. "Seither reden wir vom Paul-Wild-Pokal."

Der Berbier-Pokal
Der Wettstreit um den Paul-Wild-Pokal ist mit dem Start der Saison 16/17 wieder in vollem Gange. Vereine, die nicht bis zum Saisonende auf eine Auszeichnung warten möchten, haben bereits an den kommenden Ostschweizer Tischtennismeisterschaften (OTTM) vom 26./27. November in Wädenswil ihre nächste Chance. Auch dort gibt es einen Wanderpokal für die beste Clubleistung zu gewinnen, gestiftet von Ehrenpäsident Albert Berbier. Mehr darüber folgt im Bericht über die OTTM.
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